Wahrnehmung und Modell der Welt aus der NLP Sicht

Wahrnehmung und Modell der Welt aus der NLP Sicht

Wie kommt ein wirklich gutes Gespräch zustande, nun da wirst du jetzt sagen, das entsteht einfach so, man unterhält sich und bemerkt, dass der Gesprächspartner interessant ist. Dann wechselt man die Sätze aus und dann wenn es interessant ist und man hat ein gutes Gefühl, dann geht die Unterhaltung weiter, oder auch nicht.

Aber warum ist das denn so

In der Zugspitzakademie München lehren wir unseren Teilnehmer/in dass es in einem Gespräch keinen Ersatz für saubere und offene sensorische Kanäle gibt.

Unsere sensorischen Kontaktpunkte mit der Außenwelt sind unsere 5 Sinne: sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken.

Hier mal ein Bespiel:

Wenn Du 5 Leuten, die alle das gleiche Konzert besucht haben, die Frage stellst: „Wie hat Dir das Konzert gefallen?“ könnte es sein, dass Du diese oder ähnliche Antworten erhältst:

Person 1: „Das Bühnenbild war der Hammer!“
Person 2: „Der Rundum-Klang war absolut genial!“
Person 3: „Ich fühle mich super! Das Konzert war toll!“
Person 4: „Es hat mir sehr gut gefallen; ich hatte den richtigen Riecher, als ich die Karten gekauft habe!“
Person 5: „Kostüme, Sound, Performance waren ganz nach meinem Geschmack!“

Du erhältst vielleicht 5 verschiedene Antworten, obwohl alle 5 zur gleichen Zeit im gleichen Konzert waren…

Woher kommt das?

Wir nehmen Reize, Eindrücke, Erlebnisse mit unseren 5 Sinnen wahr. Diese Wahrnehmung ist bereits gefiltert; d. h. jeder Mensch legt auf unterschiedliche Dinge Wert (Grund: Erziehung, Einstellung, Werte, Erfahrungen, Glaubenssätze). So achtet der Eine mehr auf die Klangqualität, der Andere eher auf die Lichteffekte, dem Nächsten ist das Gefühl sehr wichtig.

Das bedeutet wiederum, dass das Wahrnehmen äußerer Reize, Eindrücke und Erlebnisse von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Nach dem Wahrnehmen werden die Reize, Eindrücke, Erlebnisse dann auf diese Weise vorgefiltert im Gehirn verarbeitet. Es wird bewertet und abgelegt. Und auch diese Verarbeitung hängt von unserer individuellen Historie (Erziehung, Einstellung, Werte, Erfahrungen, Glaubenssätze) ab. Für den einen ist es egal, ob er eine Spinne sieht, der andere bekommt dabei eine Panikattacke. Jeder Mensch nimmt also die Welt auf seine eigene Weise wahr und verarbeitet die Information auf seine eigene Weise. Somit hat jeder Mensch seine eigene Realität – sein eigenes Modell der Welt.

Die Art und Weise wie wir wahrnehmen ist zunächst unbewusst. Wir können sie uns jedoch bewusst machen und sie trainieren. Wir können durch Üben die Sinneskanäle trainieren, die bei uns weniger stark ausgeprägt sind.

In der NLP Ausbildung München ist die Entwicklung der Wahrnehmung in allen Sinneskanälen von großer Bedeutung also die Schärfung unserer Sinne ist unter anderem ein ausdrückliches Ziel unserer NLP Ausbildung in der Zugspitzakademie München. Denn Wahrnehmung ist die Voraussetzung zur Veränderung. Je besser die Wahrnehmung desto feinstufiger kann eine Veränderung bei uns selbst erfolgen, desto besser können wir auch in Gesprächen auf die Wahrnehmung unseres Gesprächspartners eingehen. Es ist unerlässlich, auch in den Sinneskanälen des Gesprächspartners geübt zu sein, um sie zu entdecken und so in sein Modell der Welt einsteigen zu können.

Richard Bandler und John Grinder haben von Gregory Bateson gelernt, dass es einen systematischen Zusammenhang von Kommunikationsformen und der Ausbildung von Persönlichkeitsmerkmalen gibt. Und sie haben in ihren Studien von V. Satir, F. Perls und M. Erickson Merkmale therapeutischer Kommunikation gefunden, deren bedeutender Anteil die Wahrnehmung / die Sinnesschärfe des Therapeuten ist. Diese Kommunikation befähigt den Therapeuten / Berater dazu, zu seinem Klienten eine Beziehung aufzubauen, in der der Klient sich dauerhaft verändern kann.

Ein großer Teil der NLP-Ausbildung beschäftigt sich damit, die Fähigkeiten einer therapeutischen Kommunikation zu erwerben, denn eine aufmerksame Wahrnehmung ist nicht nur im therapeutischen Kontext entscheidend, sondern genauso bedeutend für erfolgreiche Kommunikation in jedem Bereich – egal, ob beruflich oder privat.

Beispiel:

Es kann folgenreiche Konsequenzen haben, wenn ein Verkäufer die Einwände / Vorwände / Widerstände des Käufers nicht wahrnimmt. Genauso, wenn der Lehrer die Anzeichen bei den Schülern nicht „lesen“ kann, die ihm klarmachen würden, dass sie den Lernstoff nicht verstanden haben. Und wenn ein psychologischer Berater die Problemzustände und die inneren Widerstände seines Klienten nicht erkennt, wird er zu keiner angemessenen Lösung kommen.

Saubere und offene Sinneskanäle sind somit die nonverbale Grundlage für Veränderungsarbeit. Pacing, Rapport sind ohne geschärfte Sinne nicht möglich.

VAKOG

Alle Unterschiede, die Menschen hinsichtlich ihrer internen und externen Umgebung sowie ihres Verhaltens machen können, können sinnvoll im visuellen, auditiven, kinästhetischen, gustatorischen und olfaktorischen System repräsentiert werden.

Wie bereits erwähnt, nehmen wir die Welt mit unseren 5 Sinnen wahr. Allerdings nehmen wir die Informationen nicht gleichmäßig über unsere 5 Sinne verteilt wahr, sondern je nach Situation und Gewohnheit bevorzugen wir ein oder zwei Sinnessysteme.

 

Vakog NLP München

 

Menschen, die sich gerne innere Bilder vorstellen, sind vermehrt visuell veranlagt. Sie mögen z.B. gerne Präsentationen, kommen gut mit Bildschirmarbeit zurecht und wollen alles am liebsten anschauen.

Menschen die gerne in sich hineinhören, sind eher auditiv. Sie kommen sehr gut mit gesprochenen Vorträgen zurecht, können gut auswendig lernen und sind meistens musikalisch.

Menschen, die gerne fühlen und sich häufig auf ihr Gefühl verlassen, sind stark kinästhetisch. Sie nehmen Dinge gerne in die Hand, mögen Prospekte nicht nur sehen, sondern auch anfassen, lernen am liebsten durch ausprobieren und sind häufig sehr intuitiv.

Wenn Du beispielsweise in einem Verkaufsgespräch mit einem Kunden bist, von dem Du weißt, dass er kinästhetisch ist, macht es Sinn, ihm einen Prospekt nicht nur zu zeigen sondern in die Hand zu geben.

Menschen, die stark visuell sind, können nach einem Telefonat beispielsweise mit einem zusätzlichen E-Mail unterstützt werden.

Auditive Menschen ruft man am besten erstmal an, bevor man lange schreibt. Im Basisseminar finden wir heraus, wie wir die bevorzugten Sinnessysteme unseres Gesprächspartners erkennen, aber es ist sicher auch interessant zu wissen, was Deine eigenen bevorzugten Systeme sind.

Lese im nächsten Beitrag, oder besuche unser Basisseminar der Zugspitzakademie München.

Ich freue mich auf Dich!!

Dirk Tischer