Mobbing – eine schwierige Situation am Arbeitsplatz

Mobbing – eine schwierige Situation am Arbeitsplatz

Zu den wesentlichen Problemen in unserer Gesellschaft gehört das Mobbing am Arbeitsplatz, welche menschliches Leid verursacht und darüber hinaus Existenzen vernichten kann. Durch unsere Arbeit in entsprechenden Seminaren erleben wir die Auswirkungen dieser Praxis innerhalb von Unternehmen und den damit verbundenen Auswirkungen.

Im persönlichen Gespräch und der gemeinsamen Reflexion erleben wir, wie tief dieses betriebliche und gesellschaftliche Problem inzwischen in der Gesellschaft verwurzelt ist.

Ein wesentlicher Aspekt des Mobbings am Arbeitsplatz ist es, dass das Opfer unter Ausgrenzung und Verächtlichmachung leidet und es dadurch zu einem dauerhaften Zustand von Verunsicherung sowie Verzweiflung kommt. Die meisten Opfer fühlen sich mit dieser Situation überfordert und versuchen vergeblich das Problem selbst zu bewältigen, was häufig Fehlreaktionen provoziert, wodurch weitere Angriffsflächen geschaffen werden.

Diese Angriffspunkte werden von den Mobbern geschickt ausgenutzt und dadurch die Isolation und die Verunglimpfung des Opfers weiter gefestigt. Aus diesem Teufelskreis gibt es für das Opfer kaum ein entkommen und so kann es im schlimmsten Fall dazukommen, dass das Opfer vollkommen vereinsamt.

Sicherlich müssen die Mobber für diesen Zustand zur Verantwortung gezogen werden, aber auch die Rolle der sogenannten „Möglichmacher“, also der Kollegen, die sich von dem Opfer distanzieren und ihm die Hilfe verweigern, sollten betrachtet werden. Auch wenn diese, häufig aus Angst oder einer unbewussten Furcht, sich mit der Ausrede distanzieren, dass sie keine Beziehung zum Opfer haben beziehungsweise dieses nicht leiden können, so sind sie mit dafür verantwortlich, dass das Opfer keine Möglichkeit hat zu entkommen.

 

Obwohl Mobbing heute ein bekanntes und gefürchtetes Phänomen ist, muss auch angemerkt werden, dass dieser Begriff manchmal leichtfertig oder sogar missbräuchlich verwendet wird. Jedoch darf darüber nicht übersehen werden, dass die tatsächlichen Mobbingfälle zunehmen. Dabei wird häufig unterschätzt, welches Ausmaß das Leiden der Opfer wirklich annimmt.
Als Anhaltspunkt kann dafür die Leymann-Studie herangezogen werden.

Diese untersuchte in Schweden, wie viele Selbstmorde aufgrund von Mobbing geschehen sind. Werden die Erkenntnisse dieser Studie auf die deutschen Verhältnisse übertragen und hochgerechnet, dann muss davon ausgegangen werden, dass in Deutschland mindestens 2000 Opfer von Mobbing jedes Jahr den Suizid als Ausweg aus diesem Teufelskreis wählen. Realistisch betrachtet muss jedoch von höheren Zahlen ausgegangen werden. Denn es sind viele Hundertausende Arbeitnehmer von Mobbing betroffen, wobei verdeutlicht werden muss, dass es sich dabei um einen massiven Angriff auf die soziale Existenz des Opfers, welches rechtliche Konsequenzen nach sich zieht und den Tod eines Menschen bedeuten kann.

Aufgrund dessen, dass das Problem des Mobbings ein gesellschaftliches sowie betriebliches Problem ist, dass jeden Menschen betreffen kann, ist es unumgänglich, dass gesellschaftliche Aktivitäten priorisiert werden, die zu mehr Sensibilität im Umgang mit Mobbing führen und Auswege aus diesem Teufelskreis aufzeigen. Dazu gehört auch, dass konkrete Formen der Hilfestellung thematisiert werden. Mobbing-web.de ist hier ein beispielhaftes Projekt, dass das notwenige Engagement gegen diese Problematik aufzeigt.

Zu Beginn des Mobbings steht häufig ein Hauptangriffspunkt im Fokus, der häufig von einer gutgläubigen Unbedarftheit ausgeht. Selbstverständlich ist diese Eigenschaft nicht als negativ zu bewerten, aber sie bietet eine Angriffsfläche, die durch Reflexion und verändertem Verhalten deutlich reduziert werden kann. Leider ist es notwendig, dass diese Verhaltensänderungen vorgenommen werden, solange die Umstände Mobbern und Mobbern-Persönlichkeiten es erlauben ihr toxisches Wirken zu entfalten. Sobald das Mobbingopfer einmal in diesen verehrenden Sog gezogen wurde beginnt der Kreislauf, der durch Selbstzweifel schneller voranschreitet und aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Die Kombination aus Furcht und Überforderung führt dann zu hilflosem Aktionismus und resignierender Apathie, die den Mobbern in die Karten spielen. Dadurch werden falsche Fronten aufgebaut und konstruktiven Strategien wird der Nährboden entzogen.

Die Isolation des Opfers, welches letztendlich das Ziel des Mobbings darstellt, schreitet so schnell voran und kann nur durch Hilfe und Rat aufgehoben werden. Dabei ist es wichtig, dass die individuelle Situation Berücksichtigung findet und das Opfer einen Rahmen erlebt, in dem es sich öffnen kann. Helfer müssen sich darauf reinstellen, dass der Weg nicht einfach wird und auch mit Nachdruck verfolgt werden muss, damit die Lebenden davon profitieren können. Nach einem „gelungenen“ Selbstmord sind diese Möglichkeiten nicht mehr vorhanden und der Protest gegen solche Praktiken muss sehr laut erfolgen, damit die Toten diesen vielleicht doch noch wahrnehmen können.

Tipps für Opfer von Mobbing

  • Ziehen Sie klare Grenzen – machen Sie deutlich, dass Sie eine solche Behandlung nicht hinnehmen und gegeben falls Konsequenzen ziehen werden.
  • Halten Sie das Mobbing fest – Durch die Führung eines Mobbingtagesbuches können Sie die Konfliktanalyse sowie die Selbststabilisierung effektiver vornehmen und auch juristisch fallen solche Aufzeichnungen ins Gewicht.
  • Schaffen Sie eine strategische Basis – lassen Sie nicht zu, dass man Sie ausgrenzt und versucht Sie zu isolieren. Arbeiten Sie aktiv dagegen.
  • Schämen Sie sich nicht – ein Opfer von Mobbing zu sein, ist kein Anlass, um sich zu schämen. Outen Sie sich frühzeitig sowohl im betrieblichen Umfeld als auch privat.
  • Suchen Sie Verbündete – vermutlich sind Sie nicht die einzige Person, die unter den Attacken des Mobbers leiden müssen, beziehungsweise gelitten haben. Suchen Sie nach Partner, um dem Mobber gemeinsam entgegenzutreten
    Tipps für Kollegen.
  • Zeigen Sie Stärke – auch wenn es verständlich ist, dass Sie Angst haben gemobbt zu werden, so sollten Sie sich nicht von dem Opfer distanzieren. Denn dadurch wird der Mobber bestärkt und die Situation verschlimmert sich weiter.
  • Sprechen Sie Probleme an – nutzen Sie gemeinsame Gespräche mit Kollegen, um ein solches Problem zu besprechen und zu adressieren.
  • Unterstützen Sie das Opfer – gehen Sie gemeinsam zum Personalrat/Betriebsrat und bitten Sie um Hilfe.
  • Zeigen Sie Nachsicht – auch wenn das Verhalten des gemobbten Kollegen Ihnen missfällt so sollten Sie bedenken, dass dieses vermutlich ein Produkt der toxischen Situation ist. Tragen Sie nicht zur Stigmatisierung bei.
  • Nehmen Sie die Verantwortung an – nicht nur die Mobber sind ein Teil des Problems, sondern auch die, die diese Situation zu lassen.

 

Ein paar Worte von mir dazu ….

“ …. Auch vor gut gemeinten, aber schlecht vorbereiteten Gütegesprächen, die zum Beispiel der Betriebsrat vermittelt, warnt der Berliner Mobbing-Experte Axel Quandt. „Ein solches Gespräch zwischen Mobbing-Opfer und Täter setzt voraus, dass beide Seiten ehrlich sind. Ein Mobber wird seine Taten aber vermutlich nie zugeben, sondern unter Umständen versöhnlich auftreten, um danach umso schlimmer zu mobben.“

Denn: Mobber sind nicht auf konstruktive Lösungen aus, sondern haben gelernt, ihren Vorteil zu suchen, indem sie anderen schaden.
 
Deshalb braucht das Mobbing-Opfer Hilfe — in manchen Fällen hilft schon ein Experten-Buch, es kann aber auch ein Seminar oder ein Coaching sein.

„In jedem Fall muss das Opfer zunächst seine Situation gründlich analysieren“, so Quandt. „Damit befreien die Betroffenen sich aus dem Kreis-Denken und gewinnen neue Perspektiven und Selbstbewusstsein.“
 
So gewappnet können die Betroffenen das offene Gespräch suchen. „Das sollte aber nicht als Gütetermin deklariert sein“, sagt Quandt, „sondern quasi als ein Hier-ist-meine-Grenze-Gespräch, in dem der Betroffene klar macht, dass er sich das Vorgehen des Täters nicht weiter bieten lässt.“ So stoppt der Betroffene Mobbing, das in letzte Konsequenz häufig zu Arbeitsplatzwechsel, Frühpensionierung oder im schlimmsten Fall sogar zu Selbstmord führen kann  ….. „.

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Dirk Tischer