Die Macht der guten Gefühle ein Beitrag der Zugspitzakademie München

So leicht übernimmst du die Kontrolle über deine Emotionen

Ob himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt: Wann immer uns starke Emotionen überwältigen, fühlt es sich so an, als hätten wir jegliche Kontrolle über uns selbst verloren. Sind die Gefühle positiver Natur, stören wir uns zumeist nicht daran. Haben wir es jedoch mit einer Flut an negativen Emotionen zu tun, treiben uns Angst, Zorn, Scham oder Trauer in die Enge, fühlen wir uns machtlos.

So, als wären wir unseren Gefühlen hilflos ausgeliefert.

Aber ist das wirklich der Fall?

Keineswegs! Eigentlich ist es exakt umgekehrt: Du bist die Quelle deiner Emotionen – und wenn du weißt, wie sie ausgelöst werden, kannst du sie auch ganz gezielt beeinflussen.

Die Zugspitzakademie München zeigt dir, wie es geht.

Ein gutes Gefühl – selbst gemacht

Dass du selbst die Kontrolle über deine Gefühlszustände hast, kannst du dir wortwörtlich vor Augen führen. Schließe hierfür kurz die Augen und denke an einen Moment, in dem du dich wohl gefühlt hast.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug an einen idyllischen Strand? Klares, blaues Wasser, feiner, weißer Sand, und grüne Palmblätter, die sich in der salzigen Meeresbrise wiegen. Du kannst die warme Sonne auf deiner Haut spüren, hörst das Rauschen der Wellen …

Kann es sein, dass sich bei diesen Gedanken ein Lächeln auf dein Gesicht geschlichen hat? Bereits mit dieser kleinen Übung hast du ein gutes Gefühl hervorgerufen – gezielt und mit geringem Aufwand.

Im NLP findest du eine Vielzahl solcher Techniken, um deine Emotionen zu steuern. Besonders wichtig ist dafür die Art und Weise, wie du – still und in Gedanken – mit dir selbst sprichst. Im NLP wird das als die „Tonalität des internen Dialogs“ bezeichnet. Indem du diesen Tonfall änderst, kannst du deine Gefühle zum Guten wenden.

So verschieden klingen deine internen Dialoge

Damit du eine etwas genauere Vorstellung davon bekommst, wie du deine Gefühle mit NLP beeinflussen kannst, haben wir eine Übung für dich zusammengestellt. Probiere sie aus und beobachte, wie sich deine Gefühle zum Positiven verändern, wenn du nur eine Kleinigkeit an deinem Umgang mit dir selbst änderst.

I. Der Dialog mit dem inneren Kritiker

Wir beginnen mit einem Gedankenspiel: Stell dir eine Situation vor, in der du besonders unzufrieden mit dir selbst warst. Du wirst dich dabei nicht mit behutsamen Formulierungen und Mitgefühl aufhalten, sondern hart mit dir ins Gericht gehen, oder?

Lasse deinem inneren Kritiker freien Lauf: Was sagst du zu dir und wie klingst du dabei?

Präge dir ganz genau ein, was du in der Rolle des Kritikers zu dir sagst: Sowohl den Inhalt als auch die Wortwahl und Betonung.

II. Der Dialog mit dem oder der Liebsten

Im zweiten Schritt lösen wir uns aus der ärgerlichen Situation und wenden uns stattdessen einer ausgesprochen schönen Szene zu. Stell dir vor, du stehst deiner bzw. deinem Angebeteten gegenüber: Einem Gegenüber, das so charmant, so witzig, liebenswert und wunderschön ist, dass du Schmetterlinge im Bauch hast, sobald er oder sie dich anlächelt.

Was sagst du, wenn du ihm oder ihr ein Kompliment machst oder gar versuchst, einen Kuss zu erhaschen? Vermutlich spürst du schon beim Sprechen, wie sehr sich die Tonalität dieses Dialogs von der zuvor unterscheidet.

III. Mit dem Kritiker reden – als wäre er der oder die Angebetete

Im dritten Schritt mischen wir nun den Inhalt des ersten Dialogs mit dem Tonfall des zweiten: Wir lassen den Kritiker sagen, was er zu sagen hat – verleihen ihm aber die Sprechweise aus dem Dialog mit einem Menschen, den wir sehr gern haben.

Wie klingt das Ergebnis? Überraschend, oder? Wenn du jetzt in dich hinein fühlst: Hat dich die Kritik negativ gestimmt? Oder hast du nicht eher den Eindruck, dass du mit dieser neuen Tonalität deutlich entspannter und lockerer umgehen konntest …?

Die Macht der auditorischen Strategie: Die Übung mit NLP erklärt

Was wir in dieser Übung ausprobiert haben, wird im NLP als „auditorische Strategie“ bezeichnet. „Auditorisch“, weil du dich deines Gehörs bedient hast, um gezielt deine Gefühle zu beeinflussen. Das ist möglich, da die Verarbeitungszentren im Gehirn, die für unser Gehör zuständig sind, nah an unseren Gefühlszentren liegen. Aktivieren wir das eine, können wir damit auch das andere in eine bestimmte Richtung lenken.

Wenn du deinen Alltag genauer betrachtest, wirst du feststellen, dass du oft ganz unbewusst auf solche auditorischen Strategien zurückgreifst. Wie klingt zum Beispiel die Musik, die du hörst, um dich zu entspannen? Und wie klingt die Musik, die du auflegst, wenn du voller Energie den Haushalt auf Vordermann bringen oder dich zur Arbeit motivieren willst? Auch durch die je nach Kontext getroffene Wahl der Musik nutzt du dein Gehör, um deine Gefühle zu beeinflussen.

Neugierig geworden? Alltagstaugliche und vielseitig einsetzbare Techniken wie diese lernst du im Verlauf deiner NLP Ausbildung an der Zugspitzakademie München.

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